Biograpfie/Curriculum
Vitae
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| 1918 |
Geboren am 22. Juli in Stockholm. |
| 1924 |
Scheidung der Eltern, bald danach verheiraten sich beide Partner
neu; Christer lebt wechselweise in beiden Familien.
Christers Vater ist als Offizier an verschiedenen Orten in Schweden, Polen und
Rumänien stationiert. |
| 1934 |
Selbstmord des Vaters. |
| 1937 |
Reist nach Dresden, um an der Kunstschule von Prof. Waldemar Winkler
zu
studieren. Er überwirft sich wegen Paul Klee und anderer Bauhauskünster
mit dem Professor, verlässt kurz darauf Dresden und geht nach Paris, von
dort aus Reisen nach Italien, Monte Carlo, Marseille. |
| 1938 |
Besucht in Arles seinen ehemaligen Lehrer, den schwedischen Künstler
Dick
Beer. Übernimmt Kurierdienste für die Republikaner
in Spanien;
sympathisiert mit den Anarchisten. Im Herbst Rückkehr nach Schweden, wo
er bei Otte Sköld und Isaac Grünewald Malerei studiert. |
| 1939/40 |
Freiwillige Teilnahme am finnisch-sowjetischen Winterkrieg. |
| 1940–45 |
Schließt sich einer Truppe schwedischer Widerstandskämpfer
an, die gegen die deutschen Truppen in Norwegen kämpft; übernimmt
Kurierdienste
und arbeitet als Verbindungsmann für die norwegische Widerstandsbewegung
in Stockholm. |
| 1946-56 |
Geht nach Paris und immatrikuliert sich an der Académie
des Beaux Arts; die Fotografie wird sein Medium. Fotojournalistische
Arbeiten, Porträts
von verschiedenen Persönlichkeiten aus Kunst und Kultur für das brasilianische
Magazin Mania. Kunststudien in Paris, Faenza und Florenz. |
| 1949–54 |
Mitglied der Gruppe fotoform unter der Leitung von Otto Steinert;
nimmt unter dem Pseudonym Christer Christian an verschiedenen gemeinsamen
Ausstellungen
teil, u. a. 1951 in Saarbrücken an der ersten Ausstellung „Subjektive
Fotografie“. |
| 1952 |
Reise nach Spanien und Marokko. In den fünfziger Jahren auch
Sommervertretung
bei der schwedischen Bildagentur Reportagebild. |
| 1954 |
Nimmt die Arbeit an Dödsbilder (Todesbilder) auf, bis 1964. |
| 1956 |
Dreht unter dem Namen Christer Christian den Dokumentarfilm Ansikten
i skugga
(Gesichter im Schatten), zusammen mit Peter Weiss.
Übernimmt von Peter Weiss einen Abendkurs an der Kursverksamheten (einer
Art Volkshochschule für Erwachsene) an der Stockholmer Universität
und unterrichtet dort „Fotografische Gestaltung“. Daraus entwickelt
er zusammen mit seinem Freund Tor-Ivan Odulf eine Schule für Fotografie,
die legendäre Fotoskolan. |
| 1956–64 |
Fotografiert die Transsexuellen an der Place Blanche in Paris.
Formuliert seine fotografischen Prinzipien: „available light“ (vorhandenes
Licht), „exposure moment“ (Augenblick der Aufnahme) und „personal
responsibility“ (persönliche Verantwortung). |
| 1958 |
Kauft eine alte Ruine in der Nähe von Fox-Amphoux in der Provence
und
richtet sich dort eine Dunkelkammer ein.
Während des Sommers Reiseleiter und Platzchef bei Scandinavian Touring auf
Mallorca. Fotografiert viel. |
| 1959-63 |
Reisen nach Spanien, Japan, Indien, USA und Afrika. |
| 1962–72 |
Leiter der Fotoskolan. In dieser Zeit werden mehr als 1.200 Studenten
an der Fotoschule ausgebildet. |
| 1964 |
Fotografisches Arbeitsthema: Verkligheten (Die Wirklichkeit), bis
1974. |
| 1974 |
Fotografisches Arbeitsthema: Privata Bilder (Private Bilder), bis
1982. |
| 1976-77 |
Arbeitet mit einer Grossformat-Polaroidkamera mit surrealistischen
Inhalten. |
| 1982-93 |
Fotografisches Arbeitsthema: Tecken och Spår (Zeichen und
Spuren). |
| 1990-93 |
Sein Sohn Joakim dreht über ihn das Portrait Blunda och se
(Schliess
die Augen und sieh) für das schwedische Fernsehen. |
| 1993 |
Ernennung zum Professor für Fotografie durch das schwedische
Kulturministerium. |
| 1993 |
Fotografisches Arbeitsthema: Golgatha (bis 1996) |
| 1993-97 |
Stellt sein Buch Kloka ord (Schlaue Worte), eine Sammlung von Aphorismen
und Arbeitsnotizen, fertig. |
| 1998 |
Erhält den Hasselblad Award 1997. |
| 1999–2001 |
Beginnt an dem Buch I befintligt ljus – ett fotografisk
testamente
(In vorhandenem Licht – Ein fotografisches Testament) zu arbeiten. |
| 2002 |
Starb nach längerer Krankheit am 11. Januar in |
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| Filme |
| 1956 |
Ansikten i Skugga (Gesichter im Schatten), Kurzfilm; Kamera und
Regie (zusammen mit Peter Weiss) |
| 1966 |
Myglaren (Der Intrigant), Fernsehfilm von Rune Hassner und Jan
Myrdal; Hauptrolle |
| 1983 |
Till minnet av mig själv (Erinnerungen an mich), Film über
Christer
Strömholm von Anders Birkeland und Bengt Åke Kimbré; Filmslussen
AB |
| 1996 |
Blunda och se (Schliess die Augen und sieh), Portrait von Joakim
Strömholm über
seinen Vater, Schwedisches Fernsehen |